Auf der hintersten Fünferreihe im Flixbus ging es also mit 3 Kindern neben mir und einer Mutter zurück nach Osnabrück. Anfangs hatte ich einen inneren Widerstand gegen die Situation und dachte nur, oh je das kann ja spaßig werden. Dann habe ich aber meine Haltung geändert, mich auf das Kind neben mir eingelassen, und versucht in Kontakt zu treten. Zwei Stunden lang habe ich den kleinen Jungen dabei beobachtet, wie er mit dem Stift versucht hat, etwas in mein Buch zu zeichnen. Währenddessen habe ich eine unfassbare Freude darin gefunden, einfach nur für ihn da zu sein und ihm meine Aufmerksamkeit zu schenken. Es war absurd, wie viel Fokus und auch Geduld ich durch die Meditationen im Kloster bekommen hatte. Gleichzeitig konnte ich so viel Positives in der Situation sehen: Da war eine Mama mit ihren drei Kindern, und ich durfte ihr helfen und sie unterstützen, in dem ich ihrem Sohn meine volle Aufmerksamkeit schenke. Als ich ihn beobachtete, hatte ich das Gefühl, dass er selbst ganz verwirrt war, dass ich so lange einfach nur zugeguckt habe, ohne einzugreifen, einfach nur da zu sitzen, um den Jungen in seinem Prozess des Entdeckens zu begleiten, ohne ihn zu unterbrechen. Trotz das wir nicht die gleiche Sprache gesprochen haben, war es eben möglich eine Verbindung aufzubauen und sie wertzuschätzen, selbst wenn es nur für diese Busfahrt sein sollte.