Paralysiert

Ein Gefühl im Bauch, das ich bis dahin nicht kannte. Zumindest nicht als Dauerzustand. Anfangs wollte ich es Kribbeln nennen, aber es war keineswegs etwas Aufregendes, es war vielmehr eine tiefe tiefe Angst, die jegliche Entspannung im Leben unmöglich machte. 
So wachte ich also jeden Tag auf, und dazu kam noch eine ungeheure große Wut. Eine Wut, die jegliche Lebensfreude überschattet hat.  Eine Wut, die mich zum Stillstand gezwungen hat. Eine Wut, die mich gezwungen hat mir und meinem eigenen Schatten zu begegnen. 

An einen Blick in den Spiegel war nicht zu denken: ich konnte es nicht ertragen. 
Ich konnte nicht mehr ertragen, diese Person zu sehen, die sich so sehr an die Gesellschaft angepasst hatte, dass sie gar nicht mehr wusste, wer sie eigentlich ist, wenn sie nicht bewertet wird. 

Wochenlang hat mich diese Wut und diese Angst paralysiert. Ich konnte in keinem Tun der Welt Ablenkung von diesen Emotionen finden. Sie waren da, um mit mir zu reden doch ich wollte nichts mehr als vor ihnen zu fliehen. 

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